3. Was ist Erfolg für dich?
„Es ist mir wichtig einen Job zu haben, der mich erfüllt. Das auszuüben, was meine Leidenschaft ist und davon leben zu können. Deshalb habe ich mein ganzes Leben lang in der Modebranche gearbeitet, weil ich Mode liebe. Ich interessiere mich zwar für vieles, aber kann mir nicht vorstellen, einen anderen Job als in der Mode auszuüben. Meine vorigen Jobs haben mir großen Spaß gemacht und ich bin darin aufgegangen. Doch seitdem ich l’amour est bleu gegründet habe, weiß ich, dass dies der Job ist, der mich vollkommen erfüllt. Dieses Gefühl brauchst du, um ein Unternehmen führen zu können und vor allem um anstrengende Phasen zu meistern“.
4. Gab es Hürden oder Durststrecken auf deinem Weg?
„Tatsächlich waren die Durststrecken sehr lang, vor allem am Anfang. Das erste Jahr vor Onlineshop-Launch habe ich den Businessplan erstellt und das ganze Unternehmensgerüst aufgebaut. Für mich war das viel Theorie, was mir überhaupt keinen Spaß gemacht hat. Zudem kam hinzu, dass ich in der Phase auch kein richtiges Einkommen hatte, weil ich noch nichts verkaufte. Am schlimmsten fand ich diese stetige Ungewissheit, die mich begleitete. Ich arbeitete Tag und Nacht an der Umsetzung von l’amour est bleu, aber die finale Realisierung hing davon ab, ob eine Bank bereit war meine Unternehmung zu finanzieren. Ich weiß noch, wie ich auf den ersten Netzwerktreffen ganz unsicher von meiner Idee erzählte und Angst vor dem Feedback der anderen hatte. Es ist ein tolles Gefühl heute ganz selbstbewusst erzählen zu können, dass ich Geschäftsführerin eines nachhaltigen Modelabels bin“.
5. Was hat dir dabei geholfen durchzuhalten?
„Generell bin ich kein Mensch, der aufgibt. Ich kann nur schwer mit Niederlagen umgehen bzw. kann ich sie nur akzeptieren, wenn ich alles gegeben habe. Daher habe ich mir Druck von außen aufgebaut, indem ich so vielen Menschen wie möglich von meinem Plan erzählt habe. Ich denke aber, dass es hauptsächlich meine Leidenschaft und der Glaube an meine Idee war, die mir dabei geholfen haben durchzuhalten. Und natürlich hatte ich einen großen Rückhalt von meiner Familie und meinen Freunden. Meine Familie hat mich nicht nur finanziell unterstützt, sondern hat auch nie an meiner Idee gezweifelt“.