Täglicher Archiv: nachhaltig leben

Love Your Clothes: Know Your Fabrics

Love Your Clothes: Lerne deine Textilien kennen

ENGLISH VERSION

Im ersten Teil der Love Your Clothes-Serie haben wir uns mit den Umweltauswirkungen der Kleidungspflege beschäftigt. Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit den richtigen Wasch- und Pflegemethoden für die verschiedenen Materialien. Wenn du dich mit der Beschaffenheit der Stoffen auseinandersetzt, kannst du deine Kleidung in Form halten und deren Lebensdauer verlängern. Vor allem, wenn du in nachhaltige Kleidung investierst, die teurer ist als Fast-Fashion-Kleidung, möchtest du sicherlich, dass sie lange hält. Einige Kleidungsstücke müssen nach einmaligem Tragen gewaschen werden, z. B. Unterwäsche und Trainingskleidung, andere hingegen nicht so oft. Wenn du weißt, wie oft deine Kleidungsstücke gewaschen werden müssen und dadurch einige Waschgänge sparst, kannst du eine Menge Energie sparen. Dies hat positive Auswirkungen auf unseren Planeten, denn die Pflege von Kleidungsstücken macht etwa 30 % des gesamten CO2-Fußabdrucks eines Kleidungsstücks aus. 

Obwohl wir natürliche Materialien bevorzugen, halten wir es für das Beste, dir dabei zu helfen, die Lebensdauer deiner bereits vorhandenen Kleidung zu verlängern. Materialzusammensetzung, Farben, chemische Behandlung und weitere Faktoren beeinflussen die Pflege eines Kleidungsstücks. Schau also immer zuerst auf das Pflegeetikett, bevor du deine Kleidung in die Waschmaschine wirfst! 

Bei der Pflege jedes Kleidungsstücks gilt es folgende drei Schnitte zu beachten:

  • Waschen
  • Trocknen
  • Bügeln


Baumwolle

Baumwolle ist der beliebteste Stoff der Welt. Er ist preiswert und haltbar. Die meisten Kleidungsstücke aus Baumwolle können in der Maschine gewaschen werden und man kann die Falten leicht ausbügeln. Der einzige Nachteil von Baumwolle ist, dass sie leicht einläuft. 

  • Immer bei maximal 30 Grad warmen Wasser waschen (Waschmaschine oder Handwäsche).
  • Im Schatten trocknen, da direkte Sonneneinstrahlung die Farben verblassen lassen kann.
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Denim

Denim wird in der Regel aus Baumwolle oder Mischungen mit anderen Fasern hergestellt. Die Köperbindung macht den Stoff rau und unregelmäßig. Wahre Jeans-Fans behaupten,, dass du deine Jeans nie waschen solltest, da sich die Fasern mit jedem Waschgang zersetzen und das Indigo verblasst. 

  • Es wird empfohlen, die Jeans nicht zusammen mit anderen empfindlichen Kleidungsstücken zu waschen.
  • Wenn du deine Jeans bei 30 Grad auf links wäscht, verlängerst du die Lebensdauer.
  • Die nachhaltigste Weise ist es, deine Jeans einmal im Monat mit den Händen zu waschen.


Leinen

Leinen wird aus den Fasern der Stängel der Flachspflanze hergestellt. Flachsfasern sind aufgrund ihrer kristallinen Struktur, die besonders stark und haltbar ist, bis zu dreimal stärker als Baumwollfasern. Flachs ist sehr nachhaltig, da die Landwirte den Flachs während des Wachstums weder bewässern noch düngen müssen. 

  • Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du die Wäsche auf links drehst und sie getrennt von anderen Textilien wäscht. 
  • Wasche Leinen in lauwarmem Wasser (<40°C/104°F). Hohe Temperaturen können zu einer Schrumpfung von bis zu 10 % führen und die Leinenfasern schwächen.
  • Verwende Feinwaschmittel für empfindliche Stoffe. 


Hanf

Hanfgewebe ist eine Textilart, die aus den Fasern der Cannabis sativa-Pflanze hergestellt wird und ähnlich wie Leinen langlebig und atmungsaktiv ist – sie ist eine noch nachhaltigere Option als Bio-Baumwolle. 

  • Immer mit kaltem Wasser waschen, es sei denn, die Kleidung ist stark verschmutzt. 
  • Immer im Schatten trocknen und immer vom Wäscheständer nehmen, wenn sie noch ein wenig feucht ist. 
  • Bügel deine Hanfkleidung, solange sie noch feucht ist, um Falten schneller zu beseitigen.


Viskose

Viskose wird aus dem Zellstoff von Bäumen wie Kiefer, Buche und Eukalyptus hergestellt. Bei der Herstellung von Viskose wird das Holz in einer Zellstofflösung aufgelöst, die dann gewaschen, gereinigt, gebleicht und erneut behandelt wird, um die Fasern zu erzeugen. Viskose ist halbsynthetisch, da zur Herstellung von Garnen Chemikalien wie Schwefelkohlenstoff und Natriumhydroxid verwendet werden.

  • Wasche das Kleidungsstück in der Waschmaschine bei maximal 30 Grad Celsius im Schonwaschgang.
  • Trockne Viskosekleidung auf einem Kleiderbügel, um Knitterfalten zu vermeiden.
  • Viskose-Kleidungsstücke erhalten ihre ursprüngliche Größe, Form und Leichtigkeit erst nach dem Bügeln zurück, also immer auf der Rückseite bügeln, wenn sie noch nass sind.
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Tencel

Tencel ist ein geschützter Name des weltweit größten Tencel-Produzenten Lenzing. Tencel wird aus Holzzellstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft hergestellt – in der Regel aus Eukalyptus, Buche, Birke und Fichte. Im Allgemeinen wird diese Faser aus Holzfasern als Lyocell bezeichnet.

  • Wasche die Wäsche bei niedriger Temperatur (max. 30°C) im Schonwaschgang.
  • Verwende keinen Wäschetrockner, sondern trockne Tencel auf dem Wäscheständer, um die Fasern zu schonen.
  • Sanft dämpfen oder bei mittelwarmer Temperatur bügeln.
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Bambus

Bambustextilien erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Sie benötigen 500 Mal weniger Wasser und verursachen 25 % weniger Emissionen. Das Gewebe ist saugfähig, hat keine statische Aufladung und ist antimikrobiell und schimmelresistent.

  • Bambusstoffe werden am besten mit kaltem Wasser im Schonwaschgang gewaschen. 
  • Wir empfehlen, Bambus getrennt von Handtüchern und Bademänteln zu waschen, da es zu Flusenbildung kommen kann. 


Alpaka

Alpakawolle wird aus dem Fell der Alpakas gewonnen. Diese Tiere werden als Kameliden bezeichnet, da sie Kamelen ähneln. Alpakas sind überwiegend in Südamerika beheimatet. 

  • Wasche es sanft in warmem Wasser mit einer milden Seife. Niemals auswringen oder verdrehen. 
  • Lege das Kleidungsstück auf ein trockenes Handtuch, damit es sich nicht ausdehnt, und rolle es in das Handtuch ein, um überschüssiges Wasser zu entfernen.
  • Trockne das Kleidungsstück immer auf einem Baumwolltuch auf einer flachen Oberfläche und lasse es natürlich trocknen.
  • Wenn du das Kleidungsstück in direktem Sonnenlicht trocknest, decke es mit einem Handtuch oder Baumwollstoff ab, um Faser- oder Farbschäden zu vermeiden.


Wolle

Wolle wird hauptsächlich aus dem Fell von Schafen gewonnen, wobei Merinowolle von Merinoschafen stammt. Wolle hat temperaturregulierende und selbstreinigende Eigenschaften, ist atmungsaktiv, nimmt keine Gerüche auf und hat eine selbstreinigende Eigenschaft, so dass du deine Wollkleidung nicht sehr oft waschen brauchst.

  • Eine gelegentliche Handwäsche ohne Auswringen und Verdrehen wird empfohlen.
  • Verwende für die Pflege deiner Wollkleidung immer ein spezielles Waschmittel.
  • Lege sie über Nacht flach auf ein trockenes Handtuch und lasse sie an der Luft trocknen, ohne sie der Sonne auszusetzen.


Kaschmir

Kaschmir, eine der seltensten Naturfasern der Welt, ist keine Wolle, sondern ein Haar und stammt von Ziegen aus der Wüste Gobi, die sich von Nordchina bis in die Mongolei erstreckt. Unter dem groben Haar der Tiere befindet sich eine Unterwolle aus superfeinen Fasern, die sich auf dem Unterbauch konzentriert. 

  • Es wird dringend empfohlen, Kaschmirkleidung von Hand und mit Feinwaschmittel zu waschen, da bei Maschinenwäsche die Gefahr besteht, dass die Fasern beschädigt werden.
  • Reinige nur einzelne verschmutzte Stellen, um die Lebensdauer des Kleidungsstücks zu verlängern.
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Seide

Seidenfasern gehören zu den luxuriösesten Fasern und werden von Seidenraupen produziert, wenn sie sich auf ihrem Weg zum Seidenspinner in einen Kokon einspinnen. Diese ultraweichen Fasern werden in ihrem Rohzustand aus dem Kokon geerntet, indem die Kokons mit den lebendigen Seidenraupen in kochendes Wasser geworfen und so lange gerührt werden, bis sich die Kokons auflösen. Es wird empfohlen, Seide trocken zu reinigen, aber du kannst sie auch vorsichtig mit den Händen waschen.

  • Wasche Seide immer von Hand in kaltem Wasser, da sie eine sehr empfindliche Faser ist.
  • Immer ein spezielles Waschmittel für Seide verwenden
  • Nicht im Wäschetrockner trocknen und auf keinen Fall im direkten Sonnenlicht trocknen.
  • Immer flach auf ein trockenes Handtuch legen und später auf einem Stuhl über Nacht natürlich trocknen lassen.


Pelz

Pelzbekleidung wird aus dem Pelz von Tieren mit feinen, weichen und isolierenden Fasern hergestellt. Zu den in der Modebranche häufig verwendeten Pelzen gehören Nerz, Zobel, Fuchs, Biber, Kaninchen, Waschbär und Marder. Die Reinigung von Pelzartikeln erfordert viel Sorgfalt. Lese hier einen Artikel von The Sprucce, in dem beschrieben wird, wie Pelzteile gewaschen und gepflegt werden. 

 

Synthetische Fasern

Die meisten Kunstfasern sind im Grunde genommen Kunststoffe. Wir von l’amour est bleu sind keine Fans von synthetischen Stoffen, da sie aus Erdöl gewonnen werden, bei jeder Wäsche Mikroplastik absondern und wenn Natur- und Synthetikfasern gemischt werden, ist es sehr schwierig, sie zu recyceln. Synthetische Fasern werden durch den Prozess der Polymerisation hergestellt. In diesem Fall erfordert die Polymerisation große Mengen an Energie, die für fossile Brennstoffe verwendet wird. Die Herstellung von Kunstfasern erfolgt mit Erdgas, Kohle und Erdöl und die Faser kann bis zu 60 Mal dünner als ein menschliches Haar sein.

Zu den gängigen Kunstfasern gehören: Polyester, Nylon (Polyamid), Acryl, Elasthan, Olefin und solche, die knitterfrei, schmutzabweisend oder antibakteriell sind.

 

Polyester 

  • Diese Art von Kunstfaser wird aus Kohle und Erdöl gewonnen.
  • Polyester wird aus sich wiederholenden Einheiten einer Chemikalie hergestellt, die als Ester bekannt ist.
  • Polyester ist leicht waschbar und knitterfrei.


Acryl

  • Acryl wird aus Chemikalien auf Erdöl- oder Kohlebasis gewonnen und zu Acrylharzgranulat synthetisiert.
  • Viele Strickpullover und -decken werden aus Acryl hergestellt.


Nylon

  • Nylon ist ein seidenartiger Thermoplast, der im Allgemeinen aus Erdöl hergestellt wird und in der Schmelze zu Fasern, Folien oder Formen verarbeitet werden kann.


Spandex 

  • Spandex, Lycra oder Elastan ist eine synthetische Faser, die für ihre außergewöhnliche Elastizität bekannt ist.
  • Spandex wird aufgrund seines geringen Gewichts und seiner Elastizität in der Regel für Sportbekleidung verwendet.
  •  

Goldene Regeln für das Waschen synthetischer Stoffe

  • Wasche sie seltener und bei <30 Grad.
  • Reduziere den Schleudergang der Waschmaschine, um Reibung zu vermeiden.
  • Wasche niemals feste Gegenstände oder Gegenstände mit harter Oberfläche mit synthetischen Textilien, da die Fasern dabei brechen können.
  • Verwende weniger Waschmittel.
  • Waschen in kürzeren Zyklen. Je länger du wäscht, desto mehr Fasern können brechen.
  • Die Filter deiner Waschmaschine oder der Wasseraufbereitungsanlagen fangen die meisten Mikrofasern nicht auf.
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Verschiedene Stoffe zusammen waschen

Du kannst natürlich verschiedene Stoffe zusammen waschen. Vergewissere dich jedoch, dass alle Stoffe bei der gleichen Temperatur gewaschen werden können, wasche schwarze, weiße und farbige Stoffe getrennt, und wasche grobe Stoffe und feine Stoffe getrennt.

 

Aufbewahrung der Kleidungsstücke

Wie bereits erwähnt, sollten Strickwaren gefaltet aufbewahrt werden, damit sie sich nicht ausdehnen, und gewebte Kleidungsstücke können aufgehängt werden. Wir empfehlen, alle Kleidungsstücke in atmungsaktiven Baumwollbeuteln aufzubewahren, um sie vor Ungeziefer zu schützen, einschließlich einiger Kleidungsstücke, die lange gelagert werden sollen, wie z. B. Pelzmäntel. Achte bei der Lagerung von Pelzstücken darauf, dass der Raum kühl ist, die Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55% liegt und die Lichteinstrahlung gering ist. Vermeide es, Kleidung in Plastiktüten aufzubewahren, da diese das Vergilben fördern und schimmelverursachende Feuchtigkeit einschließen können, die ein ideales Umfeld für Ungeziefer darstellt. 

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Why The Fashion Industry Needs To Empower Women More

Die Modeindustrie muss Frauen mehr bestärken


ENGLISH version

Als von einer Frau geführten Modemarke, ist der Weltfrauentag für unser Team von l’amour est bleu ein wichtiger Feiertag. Am internationalen Frauentag (IWD) am 8. März  gedenken wir den sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Errungenschaften von Frauen. Obwohl Frauen jeden Tag gefeiert werden sollten, sind wir dankbar dafür, dass ein Feiertag eingeführt wurde, an dem bewusst die Fortschritte anerkannt werden, die uns von Frauen beschert worden sind.

Female Empowerment ist gleichbedeutend damit, als Frau mehr Kontrolle über alle Aspekte ihres Lebens zu übernehmen und gleichzeitig ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft zu sein. Der Begriff wurde in den letzten Jahren häufig in politischen, pädagogischen, ökologischen und sozialen Zusammenhängen verwendet. Aber setzt die Modebranche Female Empowerment in ihren Reihen auch um oder wird der Begriff nur zu Marketingzwecken gepredigt?




Die aktuelle Situation von Frauen in der Modeindustrie

Nach Angaben der Weltbank machen Frauen weltweit rund 39% der Beschäftigten in der Modebranche aus, mit positiver Entwicklung in den letzten zwei Jahrzehnten. Obwohl die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Modebranche nicht bekannt ist, sind im Textil-, Bekleidungs- und Schuh-Sektor weltweit schätzungsweise 60 bis 75 Millionen Menschen beschäftigt, von denen drei Viertel Frauen sind.

Für eine solch Frauen-dominierte Branche sieht sich die Modeindustrie mit ethischen Problemen konfrontiert und ist nicht in der Lage den Großteil der beschäftigten Frauen zu befähigen. Die geschlechtsspezifische Ungleichheit bleibt in der gesamten Branche ein Problem, von den höchsten Führungsebenen bis hin zu den Ladengeschäften und den Fabriken. Nur 12,5% der Bekleidungs- und Einzelhandelsunternehmen im Fortune 1000 sind von Frauen geführt. Selbst in der „High-End“ Modebranche wird die Mehrheit der Modehäuser immer noch von männlichen Designern geleitet. Der Mangel an weiblichen Führungskräften ist besorgniserregend, in Anbetracht dessen, dass Frauen größtenteils zu Beginn ihrer beruflichen Karriere in die Modebranche eintreten und demnach genug Erfahrung und Expertise mitbringen müssten.

In den Nachrichten wird regelmäßig von Frauen berichtet, die unterdrückt oder missbraucht werden. Die Beweise für die fortlaufende Unterdrückung von Frauen in der # MeToo-Bewegung zwischen 2017 und 2018 hat das furchtbare Verhalten von Männern in der Modebranche ans Licht gebracht. Viele weibliche Models haben das erste Mal offen über Missbrauch, Body-Shaming und Rassismus gesprochen.

Im produzierenden Gewerbe, das häufig in Entwicklungsländern angesiedelt ist, sind 80% der weltweiten Textilarbeiter Frauen. Viele dieser Textilarbeiterinnen sind gefährdet und stehen vor einer Reihe von Herausforderungen, die von niedrigen Löhnen und unsicheren Arbeitsbedingungen bis hin zu häuslicher Gewalt reichen. Eine Statistik ergab, dass rund 60% der Textilarbeiter in Bangladesch unter sexueller Belästigung leiden. Ein Bericht von Oxfam aus dem Jahr 2019 ergab, dass 0% der Textilarbeiter in Bangladesch und nur 1% der Textilarbeiter in Vietnam einen existenzsichernden Lohn verdienen. Weil sie nicht genug Geld verdienen, um sich und ihre Familien zu ernähren, beginnen ihre Töchter oft schon ab 10 Jahren in Fabriken zu arbeiten.





Why Fashion Industry Needs To Empower Women More


Photo via Pexels






Was kann die Modebranche tun, um Frauen zu bestärken?

Die Modebranche hat die Möglichkeit und gleichzeitig auch die Verantwortung, ihren Einfluss zu nutzen, um Frauen zu bestärken. Modemarken können den Konsumenten durch redaktionelle Inhalte, Markenbotschaften und sogar Models wichtige Botschaften vermitteln, indem sie sicherstellen, dass Frauen unabhängig von ihrer Größe, Hautfarbe oder ihrem Hintergrund angemessen vertreten, unterstützt und angenommen werden. Darüber hinaus sollten Modemarken den Kunden die Möglichkeit geben, ihre Bekleidung mit einem menschlichen Gesicht und dem damit verbundenen Handwerk zu verbinden, damit auch die Textilarbeiterinnen eine Stimme bekommen.

Mode sollte auch die internen Probleme von Ungerechtigkeit und Ungleichheit angehen, die in der Branche vorherrschen. Die Fashion-Community besteht aus talentierten, unabhängigen Frauen, aber in der gesamten Branche sind sie in den Führungspositionen unterrepräsentiert. Geschlechtergleichstellung und sexuelle Achtung sollten am Arbeitsplatz eine höhere Priorität haben.

Unternehmen können mit Chancengleichheit gegen Diskriminierung vorgehen. Frauen erhalten oftmals nicht die gleichen Möglichkeiten wie Männer. Führungsteams und der Vorstand sollten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern aufweisen, was die Auswirkungen auf den Gewinn, die Fähigkeit zum Wachstum sowie die Aufrechterhaltung und Gewinnung von Talenten steigern würde. Ein Bericht von PWC ergab, dass unter den Bekleidungsunternehmen der Fortune 1000 von Frauen geführte Unternehmen fast doppelt so profitabel sind wie Unternehmen mit männlichen CEOs. Eine Steigerung der weiblichen Führungskräfte um 30%, könnte eine Rentabilitätssteigerung um 15% bewirken. Unternehmen mit Frauen im oberen Management haben erwiesenermaßen eine bessere „Innovationsintensität“ und produzieren durchschnittlich 20% mehr Patente als Teams mit männlichen Führungskräften.

Bildung ist eine weitere Möglichkeit, junge Frauen zu stärken. Laut UNICEF könnten Investitionen, die Mädchen dabei unterstützen die nächsthöhere Bildungsstufe zu erreichen, zu einem lebenslangen Einkommen von bis zu 68% des jährlichen BIP führen. Die Modebranche sollte in Ländern mit eingeschränkten Bildungsmöglichkeiten für Frauen, den Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung fördern. Die Einrichtung finanzieller Fördermittel könnte Mädchen dabei unterstützen die Schule zu besuchen, um ihnen mehr Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.

Why The Fashion Industry Needs To Empower Women More




Wie Konsumenten etwas bewirken können

Es gibt viele Dinge, die du tun kannst, um den Weltfrauentag zu zelebrieren. Unterstütze eine feministische Autorin oder verschenke Blumen an Frauen, die dir was bedeuten. Wenn du einen Unterschied in der Modebranche machen möchtest, kannst du beispielsweise Modemarken mit weiblichen Gründern oder von Frauen geführte Modeunternehmen unterstützen. Du könntest auch Marken unterstützen, die ihren Mitarbeiterinnen faire Löhne und Arbeitsbedingungen sicherstellen.

Wir können das Thema auch in den sozialen Medien diskutieren. Die Stärkung der Frauenrolle und die Geschlechtergleichstellung sind ein komplexes und vielschichtiges Thema, das noch viel Zeit brauchen wird, um in der Gesellschaft vollends anzukommen. Wir können dieses Thema aber z.B. mit Posts über Frauen in der Unternehmensführung, sexuelle Belästigung oder die Unterstützung schutzbedürftiger Frauen in der Textilindustrie vorantreiben. Mithilfe der sozialen Medien können wir diese Themen an Unternehmen, leitende Angestellte, Redakteure, Stylisten, Fotografen, etc. kommunizieren und sie zur Rechenschaft ziehen.

Als Verbraucher sind wir ein entscheidender Teil der Modebranche. Wir sind diejenigen, die ihr Handeln beeinflussen. Daher ist es ist wichtig, sich mit Themen wie Geschlechtergleichstellung auseinanderzusetzen und unser Geld für Unternehmen einzusetzen, die sich für die Bestärkung von Frauen einsetzen. Unsere Kaufentscheidungen wirken sich auf das Leben von Millionen von Frauen aus, von der Stoffweberin bis hin zur Geschäftsführerin. Durch einen bewussteren Konsum und die Unterstützung von Frauen, die die Modebranche vorantreiben, kannst du insbesondere zur heutigen Zeit einen großen Unterschied machen. Diese Frauen arbeiten daran, eine verantwortungsbewusste, nachhaltige und vielfältige Modebranche zu schaffen. Und unglaubliche Dinge können passieren, wenn Frauen sich gegenseitig unterstützen.




Unsere Kaufentscheidungen wirken sich auf das Leben von Millionen von Frauen aus, von der Stoffweberin bis hin zur Geschäftsführerin. Durch einen bewussteren Konsum und die Unterstützung von Frauen, die die Modebranche vorantreiben, kannst du insbesondere zur heutigen Zeit einen großen Unterschied machen.




Diese Frauen arbeiten daran, eine verantwortungsbewusste, nachhaltige und vielfältige Modebranche zu schaffen. Und unglaubliche Dinge können passieren, wenn Frauen sich gegenseitig unterstützen.








Wie wir Frauen bestärken




l'amour est bleu Gründerin Thien Huynh

Ein von Frauenhand gegründetes und geführtes Unternehmen

 

l’amour est bleu wurde von mir – Thien Huynh – vor über drei Jahren gegründet. Mittlerweile haben wir uns zu einem dreiköpfigen Frauenpower-Team entwickelt. Hier kannst du mehr über das Team erfahren.




GOTS

GOTS-zertifizierte Materialien

 

Über 95% unserer Materialien sind GOTS-zertifiziert. Der Global Organic Textile Standard definiert auf hohem Niveau umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette und fordert gleichzeitig die Einhaltung von Sozialkriterien. Erfahre hier mehr über unsere Stoffe.






l'amour est bleu Team Annika Oestreich

Lokal von Frauen produziert

 

Unsere Schneiderinnen sind ein wichtiger Teil von l’amour est bleu. Dank ihrer Fähigkeiten entstehen die Kleidungsstücke, die dich über mehrere Jahre begleiten. Jedes Teil wird unter fairen Arbeitsbedingungen in Berlin genäht. Erfahre hier mehr über unsere Produktion.




Mode, die Frauen empowert

 

Wir machen Mode, in denen sich Frauen bedingungslos wohlfühlen. Vielseitigkeit, komfortable Schnitte und atmungsaktive Stoffe geben Frauen die Möglichkeit, sich auf die wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren.




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The environmental impacts of online shopping

Wie wirkt sich Online-Shopping auf unsere Umwelt aus?


English version

Seit der Pandemie kaufst du wahrscheinlich mehr online ein. Seit des ersten Lockdowns haben wir gezwungenermaßen mehr online bestellt und genießen mittlerweile den Komfort des Online Shoppings, als in ein Geschäft zu gehen. Aber zwischen Plastikverpackungen, CO2- Emissionen und Retouren, die direkt auf die Mülldeponie gehen, gibt es zusätzlich versteckte Umweltauswirkungen des Online-Shoppings. Die Pandemie hat die Art und Weise wie Menschen einkaufen, grundlegend verändert: Millionen von Menschen kaufen alles online ein, von Lebensmitteln bis zu Schuhen.

Der digitale Umsatz stieg im zweiten Quartal 2020 um 71 % und im dritten Quartal um 55 %. Über 65 % der europäischen und amerikanischen Verbraucher gaben an, dass sie in der Corona-Krise weniger für Kleidung ausgeben werden, dafür ihre Bekleidungskäufe aber mehr über Online und soziale Kanäle tätigen werden. Während des Lockdowns hat sich das Online-Shopping als positive Freizeitaktivität etabliert, das den Leuten dabei hilft, ein Stück der alten Realität beizubehalten. 

Aber welche Auswirkungen hat der neu entdeckte Online-Shopping-Wahn auf die Umwelt? Könnte unser neues Konsumverhalten schädlich für den Planeten sein?




Die Auswirkungen des Versands

Ein Teil der Lieferkette im Einzelhandel wird als “Lieferung auf der letzten Meile” bezeichnet: Die Entfernung zwischen einem Ladengeschäft und dem Kunden oder beim Online-Shopping die Entfernung zwischen dem Distributionszentrum und dem Kunden. Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach “Lieferungen auf der letzten Meile”, einschließlich “Click & Collect” und reinen Online Shop-Lieferungen, bis 2030 um 78 % wachsen wird. Dies könnte zu 36 % mehr Lieferfahrzeugen in 100 Städten auf der ganzen Welt führen, was mehr CO2-Emissionen, Verschmutzung und Staus bedeuten würde.

Wenn du früher mit dem Auto zum Laden gefahren bist, ist der Online-Einkauf die umweltfreundlichere Wahl. Die Hauptursache dafür sind die CO2-Emissionen, die durch die Autofahrt zum Geschäft entstehen. Auch die Energie, die für den Betrieb eines Einzelhandelsgeschäfts verbraucht wird, wirkt sich negativ auf die Nachhaltigkeitsbilanz beim Einkaufen im Geschäft aus. Allerdings bestellt ein Großteil der Menschen beim Online-Shopping nur einen Artikel pro Bestellung, während sie sich beim Besuch eines Geschäfts mit mehreren Artikeln eindecken. Der kleinste CO2-Fußabdruck entsteht  tatsächlich, wenn du direkt im Geschäft bestellst.





The environmental impact of online shopping


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Schnelle Lieferung: Komfortabel, aber schlecht für die Umwelt  

Früher waren wir bereit ein paar Tage auf unsere Bestellung zu warten, dies hat sich allerdings über die letzten Jahre deutlich verändert. Eine schnelle Lieferung bedeutet oftmals, dass mehrere Einzelbestellungen transportiert werden müssen und dafür mehr Fahrzeuge unterwegs sind, um die einzelnen Bestellungen auszuliefern.

Internationale Express-Versandoptionen könnten zu einer Erhöhung der CO2-Emissionen führen, da  Luftfracht etwa dreimal mehr Emissionen verursacht als der See- oder Landweg. Die schnelle Lieferung auf der letzten Meile wächst jährlich um 36 %. Amazon zum Beispiel liefert bereits an 72 % aller Kunden innerhalb von 24 Stunden.




Die schädlichen Umweltauswirkungen von Retouren

Ein wichtiger Faktor, der berücksichtigt werden muss, sind die Umweltauswirkungen von Retouren. Laut einer Studie des Unternehmens GreenStory werden nur 6 – 8 % der Kleidungsstücke zurückgegeben, wenn sie im Geschäft gekauft wurden. Die Retourenquote im Online-Handel beträgt im Vergleich dazu 30 %. In Deutschland wird jede dritte Online-Bestellung zurückgegeben. Besonders schockierend ist, dass 20 % der Retouren auf der Mülldeponie landen, weil sie nicht weiterverkauft werden können. Hinzu kommt, dass viele Kunden, vor allem Kleidung online kaufen, um letztendlich den Großteil ihrer Bestellung wieder zurückzusenden. Das Hin- und Herschicken der Bestellungen führt zu mehr CO2-Emissionen und Kosten.




In Deutschland wird jede dritte Online-Bestellung zurückgegeben. Besonders schockierend ist, dass 20 % der Retouren auf der Mülldeponie landen, weil sie nicht weiterverkauft werden können.




Das wahre Ausmaß an Verpackungsmüll

Generell führt der Online-Handel dazu, dass mehr CO2-Emissionen und Abfall pro Artikel entstehen. Online-Käufe verursachen mehr Verpackungsmüll und Bestellungen mit mehreren Einzelartikeln haben oftmals Mehrfachlieferungen zur Folge, die wiederum mehr Verpackungsmüll bedeuten. Da die Online-Bestellungen zunehmen, nimmt gleichzeitig weltweit die Menge an Verpackungsmüll zu. In den USA macht der Verpackungsmüll des Online-Handels mittlerweile fast ein Drittel des gesamten Müllaufkommens aus!

Der Großteil der Verpackungen landet letztendlich auf der Mülldeponie oder wird verbrannt. Nach Angaben des Unternehmens Canopy werden jedes Jahr etwa 3 Milliarden Bäume gefällt, um 241 Millionen Tonnen Versandkartons, Pappmailer, Verpackungspapier und andere Papierverpackungen herzustellen.

Die meisten Folien und Luftpolstertaschen sind nicht recyclefähig. Zudem besteht bei Luftpolstertaschen das Problem, dass sie zum Ausfall der Recyclingmaschinen führen und dabei wertvolle Zeit und Geld in Anspruch nehmen, die für das Recyceln von Kunststoffen verwendet werden können.




Was können wir tun, um nachhaltiger online zu shoppen?

Online-Shopping ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und wird in Hinblick auf die aktuelle Corona-Krise sogar zur Notwendigkeit. Doch wie können wir die Vorteile des Online-Shoppings mit einem guten Gewissen genießen?

Eine Möglichkeit zur Reduzierung von CO2-Emissionen wäre, sich seine Bestellung zu einer Packstation liefern zu lassen, so dass die Fahrer viele Bestellungen an einem Ort abliefern können und nicht viel hin und her fahren müssen. Auch das Einkaufen von lokalen Produkten oder in lokalen Geschäften bzw. bei lokalen Online-Händlern reduziert CO2-Emissionen, weil die Waren nicht über weite Transportwege geliefert werden.

In Hinblick auf den Verpackungsmüll wäre die Verwendung von recycelten Materialien die nachhaltigste Lösung. Recycelte Materialien schützen die Wälder vor der Abholzung und verbrauchen zusätzlich weniger Wasser und Energie bei der Herstellung. Auch innovative Materialien wie z. B. Biokunststoff, der aus landwirtschaftlichen Reststoffen hergestellt wird, wäre eine nachhaltige Verpackungsalternative. Im Vergleich zu herkömmlichen Plastik dauert es maximal 2 Jahre, bis er vollständig abgebaut ist und er hinterlässt keine Restspuren im Boden.

Es liegt größtenteils bei den Online-Händlern ihre negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Doch gleichzeitig liegt es auch an uns mehr Verantwortung zu zeigen, indem wir unsere Einstellung und Erwartungen beim Online-shoppen  zugunsten der Umwelt ändern. Kostenloser Versand ist mittlerweile zur Norm geworden und wird von den meisten Online-Shoppern erwartet. Gesellschaftlich gesehen sind aber die Kosten für den Versand von Online-Bestellungen ziemlich hoch. Allein die Auswahl der Abholoption anstelle einer Lieferung führt zu einer deutlichen Senkung des CO2-Abdrucks. Durch die Bevorzugung von Online-Shops, die eine klimaneutrale Lieferung oder nachhaltige Verpackungen anbieten, unterstützt du Unternehmen, die ihre negativen Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren. Auch die Reduzierung von Rücksendungen ist eine Möglichkeit die negativen Umweltauswirkungen des Online-Shoppings zu verringern. Letztendlich ist es am nachhaltigsten, wenn wir beim Shoppen nur Dinge zu kaufen, die wir wirklich brauchen.




Unser Beitrag für die Umwelt




l'amour est bleu nachhalitge Versandverpackung

Nachhaltige Versandverpackung

 

Unsere Versandverpackung besteht zu 100% aus recyceltem Papier und ist mit Öko-Farben bedruckt. Alle Materialien können wieder komplett recycelt werden.




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Nachhaltiger Versand

 

Wir versenden klimaneutral per DHL. Bei Mehrfach-Bestellungen werden alle Artikel in einem Paket verschickt.






l'amour est bleu lokale Produktion

Lokale Produktion

 

Wir entwerfen, entwickeln und produzieren alle Kleidungsstücke in Deutschland. Dies spart weite Transportwege und unterstützt die lokale Textilindustrie.




l'amour est bleu made to order

Made to order

 

98% unserer Kleidungsstücke werden Made to order produziert. Dadurch sparen wir natürliche Ressourcen und vermeiden Überproduktion. 




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